Mental Health Resources

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Hallo von uns allen bei Bungie,

wir möchten allen, die von einem psychischen Problem betroffen sind, eine Botschaft mit auf den Weg geben: Es ist okay, wenn es einem nicht gut geht. Du bist nicht allein. Unsere psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie unsere körperliche Gesundheit. Deshalb haben wir gemeinsam mit Guardians Mental Health die folgenden Ressourcen zur psychischen Gesundheit zusammengestellt.

Wenn du jemanden kennst, der mit seiner psychischen Gesundheit zu kämpfen hat, kannst du die Ressourcen auf Bungie.net/MentalHealth mit ihm teilen.

Unser Ziel ist es, die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen zu beseitigen, indem wir diese Ressourcen bereitstellen und fortlaufend aktualisieren. Dieses Projekt ist noch nicht vollendet, aber wir wollten es bereits jetzt vorstellen, in der Hoffnung, dass diese Ressourcen jemandem helfen können, der sie braucht.

Du bist nicht allein.

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Suizidprävention

Das Leben eines jeden Menschen ist kostbar, und Selbstmordgedanken sind ein ernstzunehmendes Thema, das von qualifizierten und zugelassenen Fachleuten für psychische Gesundheit behandelt werden muss.

Wenn du in den USA Hilfe brauchst, rufe bitte unter 988 an oder schicke an diese Nummer eine SMS oder chatte hier live. Falls du außerhalb der USA lebst, dann besuche bitte unsere International-Rubrik.

Wenn du dir schwere Verletzungen zugefügt hast oder glaubst, dass du dir etwas antun könntest, wähle bitte die folgenden Telefonnummern:

  • USA, Kanada und Mexiko: 911
  • Vereinigtes Königreich und Irland: 999 und 112
  • Australien: 000 und 112
  • Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Südkorea, Polen, Russland und weitere Länder: 112
  • Deaf Crisis Line (Krisentelefon für Gehörlose, USA): 711 oder 988321-800-3323; Bildtelefon: 573-303-5604; schicke eine SMS mit dem Text HAND an 839863

Im Folgenden findest du weitere Ressourcen und Telefonnummern für Krisen:

International LGBTQIA+ US-Militär

Anzeichen erkennen

Hilfsbereitschaft ist für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft extrem wichtig. Wenn du erkennst, dass eine Person eine schwere Zeit in ihrem Leben durchmacht, kannst du ihr vielleicht helfen, und sei es nur, indem du ihr zeigst, dass du sie gernhast und für sie da bist.

Hier sind einige der häufigsten Anzeichen dafür, dass jemand Hilfe bei der Bewältigung emotionaler Probleme oder einer psychischen Störung braucht:

  • Depressionen oder Apathie, die Verpflichtungen oder die Teilnahme an sozialen Aktivitäten beeinträchtigen
  • Mangelnde Bewältigungsfähigkeit von alltäglichen Problemen oder extreme Reaktionen auf bestimmte Situationen
  • Extreme Hochstimmungen, die als manische Episoden bezeichnet werden und zu denen ein übersteigertes Selbstwertgefühl, Ideenflucht, Energieausbrüche, ein größeres Redebedürfnis als sonst, ein geringeres Schlafbedürfnis und eine übermäßige Beteiligung an Aktivitäten mit potenziell schmerzhaften Folgen (z. B. übermäßige Ausgaben oder körperlich riskantes Verhalten) gehören können
  • Schwere Angstzustände oder Stress
  • Ständige Gefühle von Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit
  • Verstärkter Konsum von Alkohol oder Drogen

Was du tun kannst

Sei eine gute Freundin/ein guter Freund. Das bedeutet, dass du diese Person unterstützen und sie ermutigen solltest, sich an ihre Familie, ihre Vertrauenspersonen und/oder an medizinisches Fachpersonal zu wenden. Denk daran, dass du kein Therapeut bist und der Person keine Behandlung anbieten kannst. Du kannst ihr aber deine Unterstützung zusichern und sie wissen lassen, dass sie sich auf dich verlassen kann.

Eine gute Freundin oder ein guter Freund zu sein bedeutet auch, schwierige Entscheidungen zu treffen. Eventuell musst du den Notdienst oder ein Familienmitglied im Namen dieser Person anrufen. Auch wenn diese Entscheidungen schwierig und unangenehm sind, ist es wichtig, dass wir auf unsere Freundinnen und Freunde aufpassen und dafür sorgen, dass ihnen nichts zustößt.

Die Last auf sich zu nehmen, Unterstützung anzubieten, wenn eine andere Person eine emotionale Krise durchmacht, kann extrem stressig und kräftezehrend sein. Also mach dir deine Grenzen bewusst und vergiss nicht, auf dein eigenes Wohlbefinden zu achten.

Hier sind einige Dinge, die du tun kannst, um Unterstützung anzubieten:

      1. Ermutige die Person, sich behandeln zu lassen
      2. Biete an, sie zu Terminen zu begleiten
      3. Plant gemeinsam unterhaltsame Aktivitäten
      4. Treibt gemeinsam Sport
      5. Ermutige sie, mit anderen in Kontakt zu treten

 

Weitere Ressourcen (auf Englisch):

Selbstverletzendes Verhalten

Selbstverletzendes Verhalten kann sich bei jeder Person anders äußern. Die Möglichkeiten, wie Menschen sich selbst verletzen können, gehen weit über das hinaus, was in den Medien häufig dargestellt wird (Selbstverletzung durch Schnitte). Ganz einfach gesagt: Selbstverletzung umfasst alles, was eine Person tut, um ihren Körper absichtlich zu verletzen.

Wenn du in den USA Hilfe brauchst, rufe bitte unter 988 an oder schicke an diese Nummer eine SMS oder chatte mit der 988 Suicide & Crises Lifeline hier live. Falls du außerhalb der USA lebst, dann besuche bitte unsere International-Rubrik unter Suizidprävention.

Wenn du dir schwere Verletzungen zugefügt hast oder glaubst, dass du dir etwas antun könntest, wähle bitte die folgenden Telefonnummern:

  • USA, Kanada und Mexiko: 911
  • Vereinigtes Königreich und Irland: 999 und 112
  • Australien: 000 und 112
  • Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Südkorea, Polen, Russland und weitere Länder: 112
  • Deaf Crisis Line (Krisentelefon für Gehörlose, USA): 711 oder 988321-800-3323; Bildtelefon: 573-303-5604; schicke eine SMS mit dem Text HAND an 839863

 

Umgang mit Selbstverletzungen

Es ist okay, wenn es einem nicht gut geht. Deine Emotionen sind echt und du musst Wege finden, mit ihnen umzugehen und zu verarbeiten, was in deinem Leben vor sich geht. Wenn du den Drang verspürst, dich selbst zu verletzen, findest du hier gängige Strategien, die dir helfen können, diese Gefühle zu verarbeiten und zu bewältigen:

      1. Bitte rufe die Hotline der TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 an, um mit einem echten Menschen in Kontakt zu treten.
      2. Versuche, diese Energie in etwas Kreatives umzuwandeln – Kunst, Schreiben und Musik hören oder machen sind gute Beispiele.
      3. Versuche, tief ein- und auszuatmen und praktiziere Bewältigungstechniken, um den Drang zu minimieren.
      4. Lade dir ein paar Meditations-Apps herunter, die dir helfen, Stress abzubauen.
      5. Wende dich an Fachleute für psychische Gesundheit.

 

Selbstverletzendes Verhalten: Anzeichen erkennen

Häufigste Anzeichen Warnzeichen
  • Ritzen
  • Kratzen
  • Brandverletzungen
  • Hautschnitte
  • Sich selbst schlagen oder Körperteile gegen harte Gegenstände oder Oberflächen schlagen
  • Sich die Haut durchbohren
  • Sich Haare ausreißen
  • Aufreißen von verheilenden Wunden

Weitere Ressourcen (auf Englisch):

Fachleute für psychische Gesundheit in den USA finden

Ein erster Schritt zur Förderung unserer psychischen Gesundheit ist es, Fachleute für psychische Gesundheit zu finden, die uns auf unserem Weg unterstützen können. Manchmal ist das der schwierigste Schritt, weil unsere Krankenversicherung, die Kosten oder sogar die Verfügbarkeit eines Anbieters eine Rolle spielen können. Die folgenden Informationen sollen deshalb dazu beitragen, die Suche nach einer Fachkraft zu erleichtern: 

 

Versicherte Personen

Eine Versicherung kann zwar ein Luxus sein, aber all die Zuzahlungen und Genehmigungen zu verstehen und eine Fachkraft zu finden, die deine Versicherung akzeptiert, kann eine wahre Herausforderung sein. Alle Versicherungsanbieter haben klinisches Personal oder Vertreter, die dir bei der Suche nach Fachleuten helfen können. In der Regel solltest du eine Fachkraft für psychische Gesundheit in deiner Nähe finden können, bei der die Kosten von deiner Versicherung übernommen werden. Es ist auch wichtig, dass du die Höhe der Selbstbeteiligung oder anderer Zuzahlungen im Voraus kennst. Die meisten Versicherer helfen dir dabei, diese aufzuschlüsseln, damit du genau weißt, wie viel du selbst bezahlen musst (wenn überhaupt).

Wenn du über deinen Arbeitgeber versichert bist, hast du vielleicht Anspruch auf Leistungen aus dem „Employee Assistance Program“ (EAP). Dabei handelt es sich um therapeutische Sitzungen, die von deinem Arbeitgeber bezahlt werden. Die Anzahl der Sitzungen ist in der Regel begrenzt (zwischen 4 und 10 Sitzungen werden genehmigt), aber deine Versicherung kann dir helfen, einen EAP-Anbieter zu finden, der auf dich zugeschnitten ist, und dir Informationen darüber geben, wie viele Sitzungen erstattet werden können.

 

Personen, die nicht versichert sind oder deren Versicherung nicht die Kosten für psychische Gesundheit abdeckt

Lokale Ressourcen finden Degressive Tarife Hilfreiche Websites
  1. Wenn du unter 211 anrufst, wirst du mit verschiedenen Gemeinde-Hilfsangeboten verbunden. Dazu gehören die Unterstützung bei der Wohnungssuche, das Auffinden von karitativen Essensausgaben und der Zugang zu Hilfe bei psychischen Problemen. 211 kann dir dabei helfen, verschiedene staatliche Leistungen zu erhalten, auf die du möglicherweise Anspruch hast. Rufe unter 211 an oder gehe auf 211.org, um mehr Informationen über die spezifischen Ressourcen deines Staates zu erhalten.
  2. The National Alliance on Mental Illness bietet rund um die Uhr kostenlose Hilfe und Beratung an. Du kannst die Helpline unter 1-800-950-6264 erreichen. Besuche NAMI.org oder schicke eine SMS mit dem Text HELPLINE an 62640 für weitere Informationen.
  3. The Substance Abuse and Mental Health Services Administration (Behörde für Drogenmissbrauch und psychische Gesundheit) erstellt jährlich ein nach Staaten und Territorien gegliedertes Verzeichnis der Behandlungseinrichtungen für psychische Gesundheit. Besuche SAMHSA.gov für weitere Informationen.
  4. Studentische Gesundheitszentren oder staatlich anerkannte Gesundheitszentren können kostenlose oder kostengünstige Dienste zur psychischen Gesundheit anbieten.

Andere Wege, Fachleute für psychische Gesundheit zu finden

Sprich mit deinem Hausarzt Hilfreiche Websites

Wir verstehen durchaus, dass das nicht immer ganz einfach ist, aber es kann hilfreich sein, wenn du mit deinem Arzt darüber sprichst, dass du eine Fachkraft für psychologische Gesundheit aufsuchen möchtest. Vielleicht kann er dir eine Liste mit Anbietern geben, mit denen er zusammenarbeitet und zu denen er professionelle Verbindungen hat.

Auch wenn dieser erste Schritt in der Förderung deiner psychischen Gesundheit schwierig sein mag, hoffen wir, dass die obigen Ausführungen ihn erleichtern und dich auf einen positiven Weg der Heilung bringen!

Weitere Ressourcen (auf Englisch):

Abhängigkeit

Man ist abhängig, wenn man unfähig ist, sein Verhalten oder die Einnahme einer Substanz so weit zu kontrollieren, sodass sie das tägliche Leben und Beziehungen beeinträchtigen und/oder psychischen oder körperlichen Schaden zufügen.

Abhängigkeit löst das Belohnungssystem im Gehirn aus, sodass du dich gut oder glücklich fühlst, wenn du etwas Bestimmtes tust. Alles, was deine Stimmung positiv verändert, kann süchtig machen: Essen, Koffein, Videospiele, Zucker, Einkaufen, Sex, Fernsehen, Sonnenbaden, Glücksspiele, Sport, Alkohol, Drogen, Smartphones und mehr.

In Maßen sind diese Dinge in Ordnung. Wenn sie aber so exzessiv benutzt werden, dass der Impuls, sie zu tun oder einzunehmen, Leiden in Bezug auf Gesundheit, Familie, Beziehungen, Arbeit und alltägliche Aktivitäten verursacht, werden sie zu einem Problem.

Anzeichen von Abhängigkeit

      1. Mangel an Kontrolle – Du kannst nicht aufhören, etwas Bestimmtes zu tun oder daran zu denken. Du bist bereit, Dinge zu tun, die du normalerweise nicht tun würdest, nur um es weiterhin tun zu können.
      2. Beeinträchtigung des täglichen Lebens, der Beziehungen und der Arbeit – Deine Pflichten leiden darunter, dass du deine Zeit und noch mehr für deine Abhängigkeit opferst. Langsam merken es auch andere Menschen.
      3. Körperliche Probleme und Risiken werden ignoriert – Auch wenn du weißt, dass du gesundheitliche Probleme hast oder dich verletzen könntest, machst du weiter.
      4. Schwierigkeiten beim Umgang mit Emotionen – Du reagierst empfindlicher auf Stress, hast mehr Ausbrüche und wirst defensiver. Du kannst nicht genau sagen, was oder wie du dich fühlst.
      5. Veränderung des Aussehens – Dein Aussehen hat sich verändert, z. B. durch Gewichtsverlust oder eine auffällige Vernachlässigung der persönlichen Hygiene.
      6. Energiemangel – Deine Energie reicht nur noch aus, um deine Abhängigkeit zu stillen.

Wenn du unter Ängsten leidest und mit jemandem sprechen möchtest, rufe die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 an.

 

Behandlung und Genesung

Abhängigkeit ist zwar eine chronische und oft rückfällige Erkrankung, aber Menschen können sich davon erholen und schaffen dies auch, oft aus eigener Kraft oder mit Hilfe ihres sozialen Netzwerks und manchmal auch mit Hilfe einer Behandlungseinrichtung. In der Regel bedarf es dazu vieler Versuche. Aber auch wenn du scheiterst, kannst du es immer wieder versuchen und aus der Erfahrung lernen. Es gibt viele Wege, die zur Heilung führen. Das Wichtigste ist, den richtigen Weg für dich zu finden. Hier gibt es ein gängige Strategien:

  • Medikamentengestützte Behandlung
  • Verhaltenstherapie und psychologische Beratung
  • Medizinische Geräte zur Entzugsbehandlung
  • Behandlung von psychologischen Faktoren wie Depressionen
  • Laufende Betreuung, um das Risiko eines Rückfalls zu verringern

 

Weitere Ressourcen (auf Englisch):

Angststörungen

Bei Angststörungen geht es um mehr als vorübergehende Sorgen oder Angstgefühle. Es handelt sich um reale körperliche Reaktionen, die alltägliche Aktivitäten beeinträchtigen können. Dies kann sich auf das Leistungsvermögen bei der Arbeit oder in der Schule sowie auf Beziehungen auswirken. Vielleicht fühlst du dich ängstlich, wenn du bei der Arbeit mit einem Problem konfrontiert wirst, wenn in der Schule eine Prüfung ansteht oder wenn du eine wichtige Entscheidung treffen musst. Bei einer Person mit einer Angststörung verschwinden die Ängste nicht mehr und können sich im Lauf der Zeit verschlimmern.

Wer unter einer Angststörung leidet, kann von folgenden Symptomen betroffen sein:

      1. Unruhe, Aufgeregtheit, Gereiztheit
      2. Häufige Müdigkeit
      3. Konzentrationsschwierigkeiten oder Gedächtnislücken
      4. Reizbarkeit
      5. Muskelspannung
      6. Schlafstörungen (Schwierigkeiten, einzuschlafen oder eine Nacht durchzuschlafen, unruhiger, nicht erholsamer Schlaf)
      7. Übermäßige Ängste und Sorgen, die nur schwer kontrolliert werden können

Wenn du unter Ängsten leidest und mit jemandem sprechen möchtest, rufe die TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 an.

 

Weitere Ressourcen (auf Englisch):

Mobbing und Cybermobbing

Jeder verdient es, freundlich und respektvoll behandelt zu werden. Mobbing ist nicht akzeptabel und darf nicht toleriert werden. Wenn du gemobbt wirst, ist es NICHT deine Schuld.

Wenn du gemobbt wirst, wende dich bitte an die Nummer gegen Kummer unter 116 111 oder klicke hier. Eltern können telefonische Beratung unter 0800 111 0 550 erhalten.

Wenn du dir schwere Verletzungen zugefügt hast oder glaubst, dass du dir etwas antun könntest, wähle bitte die folgenden Telefonnummern:

  • USA, Kanada und Mexiko: 911
  • Vereinigtes Königreich und Irland: 999 und 112
  • Australien: 000 und 112
  • Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Südkorea, Polen, Russland und weitere Länder: 112
  • Deaf Crisis Line (Krisentelefon für Gehörlose, USA): 711 oder 988321-800-3323; Bildtelefon: 573-303-5604; schicke eine SMS mit dem Text HAND an 839863

Im Folgenden findest du weitere Ressourcen und Telefonnummern für Krisen:

 

Außerdem können alle, die gemobbt werden, diese gängigen Strategien nutzen, um sich zu schützen:
      • Geh weg, wenn du kannst
      • Erzähle jemandem, dem du vertraust, was genau passiert ist
      • Wenn Mobbing in der Schule geschieht, wende dich an Lehrkräfte, Vertrauenslehrer:innen, die Schulleitung, das Schulamt oder auch an das Bundesministerium für Bildung, wenn sich die Situation nicht verbessert
      • Versuche, der Mobberin oder dem Mobber aus dem Weg zu gehen, wenn du allein bist
      • Blockiere Mobber:innen auf allen sozialen Medien und anderen Kommunikationsmitteln
      • Wenn sie dich bereits kontaktiert haben, lies ihre Nachrichten nicht und antworte nicht auf sie, sondern blockiere sie direkt
      • Sei mutig und reagiere nicht auf sie
      • Hab keine Angst, Vertrauenspersonen um Hilfe zu bitten
      • Führe ein Tagebuch über das Mobbing, um nachzuweisen, wie schlimm es ist, einschließlich aller Nachrichten, die du online erhalten hast
      • Gib NIEMALS deinen Namen, dein Alter, deine Adresse oder Kontaktinformationen online weiter
      • Melde dich immer von deinen Onlinekonten ab und gib deine Passwörter niemals an andere weiter

Wenn du gemobbt wirst, wende dich bitte an die Nummer gegen Kummer unter 116 111 oder klicke hier. Eltern können telefonische Beratung unter 0800 111 0 550 erhalten.


Was ist Mobbing und Cybermobbing?

Mobbing ist, wenn jemand wiederholt eine andere Person bloßstellt, bedroht oder ihre Gefühle verletzt. Cybermobbing ist Mobbing, das rund um die Uhr und das ganze Jahr über anonym über elektronische Geräte und das Internet, einschließlich Handys, Computer, Tablets, soziale Medien und andere Chatdienste, stattfinden kann.

 

Online-Gaming und Cybermobbing

Das Spielen von Videospielen sollte Spaß machen und unterhaltend sein. Beim Online-Spielen können die Emotionen schnell hochkochen und wenn einige Spieler:innen keine gute Leistung bringen, können sie von den anderen Spieler:innen manchmal schikaniert werden. Da Spieler:innen im Internet oft anonym unterwegs sind, ist es schwierig, sie zur Verantwortung zu ziehen, wenn sie andere schikanieren, Spiele als eine Form von Mobbing nutzen und manchmal auch Informationen von anderen Spieler:innen stehlen.

Tipps, um Cybermobbing in Videospielen zu stoppen

      • Blockiere oder schalte Spieler:innen, die dich schikanieren, stumm, um zu verhindern, dass sie dich kontaktieren. Das kann bedeuten, dass du sie aus deiner Freundesliste entfernst, die „Blockieren“-Schaltfläche in deinem Videospiel und auf deiner Plattform benutzt und die Einstellungen deiner Plattform aktualisierst, damit dich nur deine Freunde kontaktieren können. 
      • Melde den Mobber oder die Mobberin mit den Meldefunktionen direkt im Spiel. Schau dir unseren Artikel „Spieler in Destiny 2 melden“ an. Mach dir keine Sorgen, wenn Mobber:innen damit drohen, dass sie dich melden – nur Spieler:innen, die gegen Regeln verstoßen, werden gesperrt.
      • Ein Match zu verlassen oder das Spiel auszuschalten, kann dieses Verhalten sofort stoppen. Manche Videospiele verwarnen oder bestrafen dich, wenn du ein Spiel verlässt, aber du hast es zu deinem eigenen Schutz und für deine geistige Gesundheit getan.
      • Wende dich an das Support-Team oder die Moderatoren des Spiels, um zu sehen, ob sie dir helfen können. Wenn du kannst, lege Beweise für das Mobbing vor, zum Beispiel Screenshots oder Videos.
      • Erzähle es einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten und frage, ob sie dir helfen können.
      • Wenn die Belästigung schlimmer wird und du dich unsicher fühlst, wende dich an die örtliche Strafverfolgungsbehörde und frage, ob sie dir helfen kann.

Cybermobbing in Videospielen verhindern

Um Cybermobbing im Vorfeld zu verhindern, findest du hier einige Tipps, die dir helfen könnten:

      • Ändere die Kommunikations-, Sicherheits- und Privatsphäre-Einstellungen deiner Plattform so, dass nur Freunde dich kontaktieren können.
      • Schalte den Sprach- und/oder Text-Chat aus oder ändere die Einstellungen deines Spiels so, dass sie nur mit Freunden oder in einem Team genutzt werden können.
      • Öffne keine Nachrichten oder Sprachanfragen von Leuten, die du nicht kennst.
      • Behalte deine persönlichen Daten für dich und teile sie mit niemandem. Dazu gehören z. B.: dein Name, deine E-Mail-Adresse, deine Telefonnummer, deine Konten bei sozialen Medien, dein Geburtsdatum und dein Wohnort.

Wenn du gemobbt wirst, wende dich bitte an die Nummer gegen Kummer unter 116 111 oder klicke hier. Eltern können telefonische Beratung unter 0800 111 0 550 erhalten.

Kinder: Wie man Erwachsenen davon erzählen kann

Wenn du gemobbt wirst, solltest du einem Erwachsenen davon erzählen. Du hast vielleicht Angst und denkst, dass sich nichts an deiner Situation ändern wird, aber du wirst erst dann Hilfe erhalten, wenn ein Erwachsener Bescheid weiß. Es kann schwierig sein, zu erklären, was passiert ist, also entscheide selbst, was du sagen und mit wem du sprechen willst. Manchmal ist es schwieriger, einem Elternteil von einem Problem zu erzählen als jemand anderem.

Menschen, mit denen man reden kann „Was man sagen kann“ – Beispiele
  • Eltern
  • Lehrer:in oder Schulleiter:in
  • Trainer:in
  • Familienmitglied
  • Mentor:in
  • Betreuer:in

Hilfe für Eltern

Wenn euer Kind gemobbt wird, will es euch davon vielleicht nicht erzählen, weil es sich schämt oder Angst hat, dass es noch schlimmer wird oder dass man ihm nicht glaubt oder niemand etwas dagegen tun kann. Bietet eurem Kind Geborgenheit und Unterstützung, lobt es dafür, dass es das Richtige tut, wenn es euch davon erzählt, und seid bereit, zuzuhören, ohne sein eigenes Verhalten vor dem Zwischenfall zu kritisieren. Es kann sein, dass euer Kind noch nicht bereit ist, die Situation zu erklären, und das ist okay. Gebt ihm Zeit und lasst es wissen, dass ihr da seid, um ihm zu helfen. Sobald euer Kind anfängt, sein Erlebnis zu beschreiben, solltet ihr so viel wie möglich über den Vorfall in Erfahrung bringen. Seid bereit, euch für euer Kind einzusetzen und mit der Schulleitung oder anderen Verantwortlichen zu sprechen, um die Situation zu verbessern.

Sorgt dafür, dass euer Kind Folgendes weiß:
        1. Es ist NICHT seine Schuld und es sollte sich keine Vorwürfe machen.
        2. Ihr seid da, um ihm zu helfen.
        3. Es ist die Aufgabe eines Erwachsenen, sich für sein Kind einzusetzen, besonders wenn es um Mobbing geht.
        4. Mobbing ist niemals okay.
        5. Niemand verdient es, schikaniert zu werden.
        6. Euer Kind verdient es, mit Respekt behandelt zu werden.
        7. Es hat ein Recht darauf, sich sicher zu fühlen.

Wenn ihr genug Informationen gesammelt habt, dankt eurem Kind dafür, dass es den Mut hatte, euch von diesem Vorfall zu erzählen.


Was ihr tun könnt

Ihr solltet damit beginnen, die Lehrerin/den Lehrer und die Schulberaterin/den Schulberater auf das Problem anzusprechen. Die meisten Schulen haben Programme und Richtlinien gegen Mobbing. Vereinbart ein Treffen, verlangt eine sofortige Untersuchung des Vorfalls, fragt, wie die Schule euer Kind schützt und wie die Schule die Identität und Privatsphäre eures Kindes schützt, um Vergeltungsmaßnahmen zu verhindern. Macht euch Notizen, bringt alle benötigten Personen zu den Treffen mit und bittet darum, dass die Untersuchung des Vorfalls vertraulich behandelt wird.

      1. Wenn die Schule nicht angemessen auf die Situation reagiert, wendet euch an die Schulleitung, das Schulamt oder das Bildungsministerium oder andere Organisationen, die für die Schule zuständig sind.
      2. Wenn ihr euch ernsthafte Sorgen um die Sicherheit eures Kindes macht, solltet ihr euch an die zuständigen Behörden wenden und, wenn möglich, einen Schulwechsel durchführen.

Helft eurem Kind zu lernen, wie es auf Mobbing reagieren kann, z. B:

      1. Euer Kind sollte Mobbing niemals verheimlichen
      2. Es sollte versuchen, vor der Mobberin oder dem Mobber keine Gefühle zu zeigen und sie oder ihn nicht verbal oder tätlich anzugreifen
      3. Es sollte einer erwachsenen Vertrauensperson davon erzählen

Sucht umgehend Hilfe, wenn euer Kind über Selbstmord spricht oder ungewöhnlich traurig oder bedrückt wirkt. Wenn du nicht in der Lage bist, einen Arzt oder eine Fachkraft für psychische Gesundheit in den USA aufzusuchen, rufe bitte unter 988 an oder schicke an diese Nummer eine SMS oder chatte hier live mit 988 Suicide & Crises Lifeline.Falls du außerhalb der USA lebst, dann besuche bitte unsere International-Rubrik unter Suizidprävention.

 

Erwachsenen-Mobbing

Nicht nur Kinder und Jugendliche können gemobbt werden – auch viele Erwachsene sind davon betroffen, vor allem am Arbeitsplatz. Erwachsene Mobber:innen können subtiler und raffinierter vorgehen als Kinder. Sie sorgen dafür, dass du dich gedemütigt, herabgesetzt, entkräftet oder bedrängt fühlst.

Erwachsene Mobber:innen können viele grausame Taten durchführen, wie z. B.: persönliche Beleidigungen, ungerechtfertigte Kritik an anderen in der Öffentlichkeit, lächerliche „Witze“, das Eindringen in deine Privatsphäre, der Ausschluss von Gruppen- oder Arbeitsplatzaktivitäten, das Ignorieren deiner Vorschläge und unerwünschter persönlicher Kontakt. Gaslighting ist eine weitere häufige Taktik, die so weit geht, dass die Opfer an ihrem Gedächtnis, ihrem Urteilsvermögen und ihren Fähigkeiten zweifeln – das kann die Fähigkeit des Opfers einschränken, am Arbeitsplatz oder im Privatleben angemessen zu handeln.

 

Tipps für Erwachsene

      1. Pass auf dich auf und halte Abstand. Das Wichtigste, was du tun kannst, ist, dich zu schützen und eine gefährliche Situation zu verlassen. Falls nötig, kontaktiere die örtlichen Strafverfolgungsbehörden und eine Notfall- oder Krisenhotline. Entferne Mobber:innen aus deiner Freundesliste und blockiere sie wenn möglich in den sozialen Medien.
      2. Zeige keine Angst. Nimm Augenkontakt auf und sprich ruhig über das, was passiert ist. Das kann zwar eine Herausforderung sein, aber es kann einige Mobber:innen davon abhalten, mit ihren Methoden fortzufahren.
      3. Schließe dich mit anderen zusammen. Mobber:innen haben es meist auf isolierte Personen abgesehen. Wenn du also in der Nähe von anderen bist oder ein Unterstützungssystem hast, kann dir das helfen, dich weniger allein zu fühlen und mit der Situation besser umzugehen.
      4. Melde den Mobber oder die Mobberin. Wenn du am Arbeitsplatz von einem Kollegen oder einer Kollegin gemobbt wirst, solltest du darüber offen sprechen und es melden. Professionalität am Arbeitsplatz bedeutet, dass sich jeder professionell verhalten sollte. Mobber:innen handeln nicht professionell und müssen gemaßregelt werden.
      5. Dokumentiere die Verstöße. Wenn du jedes Vergehen dokumentierst, kannst du bei der Arbeit eine Beschwerde einreichen oder in manchen Fällen eine Anzeige bei der Polizei machen, wenn die Handlungen des Mobbers oder der Mobberin emotional oder körperlich verletzend sind. Speichere alle E-Mails und mache Screenshots von jeder Kommunikation (auch in den sozialen Medien), die du erhältst, und schreibe alle Ereignisse auf, die stattfinden.  Einige Formen von Mobbing gelten als diskriminierende Belästigung oder sogar als Hassverbrechen. In bestimmten Fällen können Mobber:innen strafrechtlich verfolgt werden.

 

Anzeichen von Mobbing

Mobbing ist manchmal schwer zu erkennen, aber es gibt einige wichtige Warnzeichen, auf die man achten sollte. Wenn du auf die Warnzeichen achtest, kann dir das dabei helfen, deine Freunde zu unterstützen und Hilfe zu holen, wenn du sie brauchst.

Anzeichen für Mobbing Anzeichen für Mobbing anderer
  • Verletzungen, die sie nicht erklären können
  • Veränderungen der Ess- und Schlafgewohnheiten
  • Vortäuschen einer Krankheit oder behaupten, sich krank zu fühlen
  • Kopf- und Bauchschmerzen
  • Meidung sozialer Situationen, auch mit Menschen, die einmal ihre Freunde waren
  • Geringeres Selbstwertgefühl
  • Selbstverletzendes Verhalten oder andere gefährliche Verhaltensweisen
  • Verlust von Besitztümern
  • Verschlechterung der schulischen Leistungen

Burn-out

Ein Burn-out ist eine Form der körperlichen, geistigen und emotionalen Erschöpfung, die durch übermäßigen und lang anhaltenden Stress ausgelöst wird. Er tritt auf, wenn du dich überfordert fühlst, emotional ausgelaugt und allgemein müde bist. Normalerweise hängt er mit deinem Job oder Arbeitsplatz zusammen, aber er kann in jedem Bereich deines Lebens vorkommen.

Burn-outs können viele systemische Einflüsse haben. Das bedeutet, dass die Ursache oder die Wurzeln des Burn-outs einem System zugeschrieben werden können, dessen Teil wir sind – also nicht uns selbst.

Es gibt drei Kategorien von Burn-out-Anzeichen:

Körperliche Emotionale Verhaltensbezogene
  • Geringe Energie; du fühlst dich die meiste Zeit abgeschlagen und wirst leicht müde; Erschöpfung
  • Häufige Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen
  • Schlechte Immunität, häufige Krankheiten
  • Veränderung der Schlaf- und/oder Essgewohnheiten

Systemische Faktoren, die zu einem Burn-out führen können

Ein Burn-out kann auf ein Zusammenspiel von Stressfaktoren zurückgeführt werden, die auf eine Person einwirken. Es geht also nicht darum, dass man nicht in der Lage ist, Stress zu „bewältigen“. Es gibt sechs allgemein anerkannte Faktoren, die dazu beitragen, dass Menschen bei der Arbeit ausbrennen:

      1. Arbeitspensum – Die Menge an Arbeit, die jemand innerhalb eines bestimmten Zeitraums erledigen kann. Wenn das Arbeitspensum zu hoch ist, gibt es zu viel in zu kurzer Zeit mit zu wenig Ressourcen zu erledigen. 
      2. Kontrolle – Die Fähigkeit, die eine Person zu haben glaubt, um Entscheidungen zu beeinflussen, die sich auf ihre Arbeit auswirken, um Zugang zu den benötigten Ressourcen zu erhalten und um selbständig und unabhängig Entscheidungen treffen zu können.
      3. Belohnungen – Eine Belohnung am Arbeitsplatz bezieht sich auf die positive Verstärkung eines Verhaltens, die bewirkt, dass das Verhalten wiederholt wird. Belohnungen können monetär, sozial oder intrinsisch sein. Ein Mangel an Anerkennung und Belohnung erhöht die Anfälligkeit für einen Burn-out.
      4. Community – Die gegenseitige Unterstützung und der Zusammenhalt, den Menschen in einem Team haben. Wenn es den Beziehungen am Arbeitsplatz an Unterstützung und Vertrauen mangelt, ist das Risiko eines Burn-outs höher.
      5. Fairness – Hier geht es darum, wie sich die Menschen fühlen, wenn sie fair und respektvoll behandelt werden.
      6. Werte – Das, was eine Person motiviert, ihren Job zu machen, und was sie ursprünglich dazu gebracht hat, sich dafür zu bewerben. Wenn ein Wert, den eine Person mit ihrem Job verbindet, im Widerspruch zu den Anforderungen des Jobs steht, wird diese Person Zugeständnisse oder Kompromisse eingehen müssen, die ihre Werte untergraben.

Wenn einer dieser sechs Faktoren zu einer negativen Erfahrung am Arbeitsplatz führt, können sie zu den drei folgenden Burn-out-Dimensionen führen. Das Maslach-Burnout-Inventar (MBI) ist ein dreidimensionales Modell, das die Erfahrungen einer Person am Arbeitsplatz analysiert und Folgendes bewertet:

      • Emotionale Erschöpfung – Gefühle der emotionalen Überforderung und Erschöpfung bei der Arbeit.
      • Depersonalisation – Hier geht es um einen Zustand der Selbstentfremdung, wobei du auf andere Menschen, die von dir versorgt, betreut, unterrichtet oder gepflegt werden, unpersönlich oder ohne Empathie reagierst.
      • Persönliche Erfolge – Gefühle von Kompetenz und Erfolg bei deiner Arbeit.

Burn-out im Alltag

Ein Burn-out, der nicht mit der Arbeit zusammenhängt, kann aufgrund der verschiedenen Rollen im Leben eines Menschen auftreten, vor allem wenn er viel Energie in eine Rolle steckt. Unsere Rollen im Leben erfordern viel Energie und sind mit einem unterschiedlichen Maß an Stress verbunden. Stereotypen und Stigmata können auch dazu führen, dass diejenigen, die in diesen Rollen unter einem Burn-out leiden, das Gefühl haben, dass sie selbst Schuld an ihren Problemen sind. Deshalb verbergen sie ihre Probleme oft vor anderen. Ohne Behandlung kann ein Burn-out aber schwerwiegende Folgen für die Betroffenen haben.

Die häufigsten Formen von einem nicht arbeitsbedingten Burn-out sind:

      • Burn-out von Eltern – Erschöpfte Eltern können sich selbst enormem Stress aussetzen, weil sie versuchen, alles selbst zu schaffen. Manchmal kann das dazu führen, dass sie versuchen, sich von ihrem Elterndasein zu lösen, um ihre Energie zu bewahren. Eltern können auch das Gefühl haben, dass sie nicht die Eltern sind, die sie sein wollen, und sich schämen, weil sie ihren eigenen Erwartungen nicht entsprechen.
      • Burn-out von Pflegekräften – Menschen, die freiwillig ihre Freizeit opfern, um bei der Pflege eines geliebten Menschen zu helfen, der krank, behindert oder anderweitig auf Hilfe angewiesen ist, werden manchmal als informelle Pflegekräfte bezeichnet. Für informelle Pflegekräfte kann es schwierig sein, sich eine Pause von ihren Pflichten zu gönnen, weil sie das Gefühl haben, dass jemand anderes von ihnen abhängig ist.
      • Beziehungs-/Ehe-Burn-out – Langfristige Konflikte in einer Beziehung oder Ehe können die Qualität der Beziehung beeinträchtigen und zu einem möglichen Anstieg der Aggression und nachlassenden Gefühlen führen. Wenn du dir etwas Zeit mit deinem Partner oder deiner Partnerin nimmst, um euch einander wieder anzunähern, kann das gegen diese Art von Burn-out helfen. Eine Therapie kann auch eine Lösung für Paare sein, die nicht mehr aufeinander zugehen können.

Strategien zum Umgang mit und zur Vorbeugung von Burn-outs

Der Versuch, einen Burn-out in den Griff zu bekommen, ohne die systemischen Probleme zu lösen, die ihn verursachen, kann das Gefühl des „Ausbrennens“ sogar noch verlängern. Viele Menschen sind nicht in der Lage, die Ursachen aus eigener Kraft zu ändern. Wenn du keine Unterstützung finden kannst, gibt es hier ein paar hilfreiche Tipps, die helfen können, aber sie werden das Problem nicht vollständig lösen, bis die systemischen Ursachen beseitigt sind:

      1. Wende dich an andere – Es ist völlig in Ordnung, um Hilfe zu bitten. Sprich mit denen, die dir am nächsten stehen, wie deinem Partner, deiner Familie und deinen Freunden. Wenn dein Burn-out mit der Arbeit zusammenhängt, sprich mit deinen Vorgesetzten und besprich mit ihnen, wie du dein Arbeitspensum besser bewältigen kannst.
      2. Mehr Kontaktfreudigkeit in deinem Umfeld – Kommunikation ist in jeder Beziehung wichtig und kann dazu beitragen, ein gesundes Umfeld zu schaffen. Freundschaften mit Kolleg:innen können bei Stress am Arbeitsplatz helfen. Ein Smalltalk mit Nachbarn kann zu einer Freundschaft führen, und die Teilnahme an (sozialen oder anderen) Gruppen kann deinen Bekanntenkreis erweitern.
      3. Schlafe genug – Achte auf deine Schlafgewohnheiten. Unser Körper braucht Zeit, um sich auszuruhen und sich zu regenerieren. Das ist nicht möglich, wenn du nicht genug Schlaf bekommst. Verzichte auf dein Smartphone vor dem Schlafengehen, vermeide Koffein und befolge ein entspannendes Abendritual, um den Schlaf zu fördern.
      4. Schränke den Kontakt zu negativen Menschen ein – Wenn du unter einem Burn-out leidest, kann der Umgang mit negativen Menschen deine Stimmung und Einstellung weiter verschlechtern. Das kann deinen Burn-out noch verschlimmern.
      5. Sport und körperliche Bewegung – Jeden Tag mindestens 30 Minuten Sport zu treiben, kann viele gesundheitliche Vorteile haben und deine Stimmung, deine geistige Gesundheit und dein Wohlbefinden verbessern. Du kannst die 30 Minuten auch in 10-minütige Abschnitte aufteilen.
      6. Überdenke deine Prioritäten – Konzentriere dich darauf, dich selbst zu verbessern, indem du Grenzen setzt, lernst „Nein“ zu sagen und dich nicht überforderst. Mache Pausen, lass deiner kreativen Seite freien Lauf und tue Dinge, die dich glücklich machen.
      7. Ernähre dich gesund – Womit du deinen Körper ernährst, kann einen großen Einfluss auf deine Stimmung und deine Energie im Laufe des Tages haben. Minimiere deinen Zucker- und Koffeinkonsum, iss weniger ungesunde Fette und mehr Omega-3-Fettsäuren (wie Fisch und Walnüsse), vermeide Nikotin und trinke Alkohol in Maßen.
      8. Gestehe ein, dass du gestresst bist – Egal, welche Position du innehast, du bist wahrscheinlich Stress ausgesetzt. Wenn du akzeptierst, dass deine Pflichten anstrengend sind, und du dir bewusst machst, dass du vielleicht keine Energie oder Zeit für andere Sachen hast, kann das helfen, Stress abzubauen, weil du dir erlaubst, unwichtige Dinge auf Eis zu legen.
      9. Mach kleine Veränderungen – Man kann zwar nicht immer Urlaub machen, aber man kann kleine Veränderungen vornehmen, um die Stressfaktoren im Leben zu reduzieren. Wenn du die Stressfaktoren in deinem Leben neu ausbalancierst, indem du zum Beispiel bestimmte kleine Aufgaben an andere abgibst oder deine Verpflichtungen reduzierst, kannst du flexibler und ausgeglichener werden.
      10. Erweitere deine Fähigkeiten – Die Rolle als Elternteil oder auch andere Rollen können ein Wachstums- und Lernprozess sein. Niemand hat auf Anhieb alle Antworten parat. Die Teilnahme an Seminaren, Gespräche über psychische Gesundheit, die Suche nach einem Therapeuten oder auch nur das Anschauen von YouTube-Videos können dir dabei helfen, deine Rolle besser zu meistern.

Wenn du unter Ängsten leidest und mit jemandem sprechen möchtest, schicke eine kostenlose SMS mit HELLO an 741741, um rund um die Uhr Hilfe zu bekommen. Falls du außerhalb der USA lebst, dann besuche bitte unsere International-Rubrik unter Suizidprävention.

 

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Depression

Depressionen sind eine häufige, aber ernsthafte psychische Erkrankung. Sie verursachen schwerwiegende Symptome, die sich auf verschiedene Aspekte des täglichen Lebens auswirken, z. B. wie man sich fühlt, worüber man nachdenkt, wie man schläft, ob man Appetit hat oder motiviert ist. Um eine Depression zu diagnostizieren, müssen die Symptome mindestens zwei Wochen lang vorhanden sein.

Menschen mit Depressionen versuchen möglicherweise zu verbergen, dass sie depressiv sind, oder sie sind sich dessen nicht einmal bewusst.

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Depressionen erkennen

      1. Nahezu jeden Tag depressive Stimmung während des Großteils des Tags
      2. Verlust von Interesse oder Freude an allen oder fast allen Aktivitäten
      3. Erhebliche Gewichtszunahme oder -abnahme (ohne Diät)
      4. Nahezu jeden Tag Schlaflosigkeit oder ein Übermaß an Schlaf
      5. Ziellose Bewegungen (z. B. mit den Füßen klopfen oder auf und ab gehen). Bewegungen, Gedanken und Sprechen wirken verlangsamt.
      6. Erschöpfung oder Energiemangel
      7. Gefühle der Wertlosigkeit oder übermäßige oder ungerechtfertigte Schuldgefühle
      8. Verminderte Denk- und Konzentrationsfähigkeit, Unentschlossenheit
      9. Wiederkehrende Gedanken an den Tod

 

Hilfe erhalten

Hier sind weitere gängige Strategien, die dir oder einem geliebten Menschen während der Behandlung einer Depression helfen können:

      1. Spreche mit einer medizinischen Fachperson. Einige Arten von Depressionen, wie z. B. chronische Depressionen, können nicht mit den unten aufgelisteten gängigen Strategien behandelt werden und erfordern die Hilfe eines Arztes, um die Symptome zu behandeln.
      2. Versuche, aktiv zu sein.
      3. Setze dir erreichbare Ziele.
      4. Versuche, Zeit mit anderen Menschen zu verbringen und vertraue dich einer vertrauenswürdigen Freundin oder einem vertrauenswürdigen Freund oder Verwandten an.
      5. Versuche, dich nicht zu isolieren, und lass dir von anderen helfen.
      6. Sei dir darüber bewusst, dass sich deine Stimmung nicht sofort, sondern erst nach und nach verbessern kann.
      7. Informiere dich weiter über Depressionen.

 

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Das Hochstapler-Syndrom

Das Hochstapler-Syndrom (auch bekannt als Impostor-Syndrom) ist ein Gefühl, das Menschen haben, wenn sie an ihren Leistungen, Fähigkeiten, Kenntnissen oder Talenten im Vergleich zu Gleichaltrigen zweifeln und eine verinnerlichte Angst haben, als Betrüger oder Versager entlarvt zu werden.

Anzeichen und Symptome

Es kann vorkommen, dass andere dich für deine Erfolge loben und du sie mit der Behauptung abtust, dass es nur am Timing, am Glück oder an anderen Dingen lag, die nichts mit deinen Fähigkeiten zu tun haben. Wenn du das immer wieder tust, wirst du nie glauben, dass du deinen Erfolg verdient hast. Weil du nicht daran glaubst, dass du deine Erfolge verdient hast, befürchtest du, dass andere irgendwann dasselbe glauben werden.

Das kann dazu führen, dass du dich selbst dazu drängst, noch härter zu arbeiten als zuvor, weil du glaubst, dass du es schaffst:

  • Andere davon abzuhalten, deine vermeintlichen Fehler oder Unzulänglichkeiten zu entdecken
  • Dich besser zu fühlen, wenn du andere Menschen „austrickst“
  • Schließlich deiner Position würdig zu werden, von der du glaubst, dass du sie nicht verdient hast
  • Zu vertuschen, was du für einen Mangel an Intelligenz hältst

Doch je härter du arbeitest und je mehr du erreichst, desto weniger werden dir deine Erfolge ein Gefühl der Sicherheit geben. Du wirst sie als das Ergebnis deiner Bemühungen betrachten, die „Illusion“ deines Erfolgs aufrechtzuerhalten. Außerdem nimmst du die Schuld für alle Fehler auf dich – obwohl du glaubst, dass deine Leistungen nicht auf deinen Fähigkeiten beruhen.

Mit der Zeit kann dies einen Teufelskreis der Angst, Depressionen, Schuldgefühle und Burn-outs auslösen.


Die fünf Typen

Es gibt fünf Verhaltensmuster bei Menschen, die unter dem Hochstapler-Syndrom leiden:

      1. Die Experten – Diejenigen, die versuchen, sich Wissen anzueignen und alles Mögliche über ein Thema zu verstehen, und sich dann als Versager betrachten, wenn sie die Antwort auf eine einzige Frage nicht wissen oder auf weitere Erkenntnisse stoßen, die ihnen vorher entgangen sind.
      2. Die Einzelgänger – Diejenigen, die glauben, dass sie Versager sind, wenn sie aus eigener Kraft nicht erfolgreich sind. Sie denken, um Hilfe zu bitten oder Hilfe anzunehmen, bedeutet, dass sie ihre Grenzen eingestehen und zugeben müssen, dass sie Versager sind.
      3. Die Naturtalente – Diejenigen, die Dinge immer schnell gelernt haben. Wenn sie eine Aufgabe nicht auf Anhieb schaffen, kann das ein großer Schlag für ihr Ego und ihre Psyche sein, der sie in Verlegenheit bringt oder sie beschämt, weil sie normalerweise immer erfolgreich sind.
      4. Die Perfektionisten – Diejenigen, die danach streben, perfekt zu sein, setzen sich extrem hohe Ziele. Wenn sie diese nicht erreichen, können sie sich als Versager fühlen (selbst wenn sie die meisten ihrer Ziele erreichen).
      5. Die Superhelden – Für sie bedeutet Erfolg, dass sie bis an ihre Grenzen gehen und in jeder Rolle, die sie übernehmen, so viel Energie wie möglich aufbringen. Wenn sie nicht 100 Prozent geben oder glauben, dass sie noch mehr tun könnten, auch wenn dies nicht möglich ist, haben sie das Gefühl, versagt zu haben.

Wie man das Hochstapler-Syndrom überwinden kann

Wenn du merkst, dass du unter dem Hochstapler-Syndrom leidest, kannst du diese Gefühle überwinden:

      1. Stelle dich deinen Gefühlen – Du kannst dich auf die Gefühle, die mit dem Hochstapler-Syndrom verbunden sind, vorbereiten. Wenn diese Gefühle auftauchen, akzeptiere sie und erinnere dich daran, dass es nur Gefühle sind und dass du deiner Erfolge würdig bist.
      2. Notiere und bewahre deine Erfolge auf – Wenn dich jemand lobt, schreibe es auf und bewahre die Notiz irgendwo griffbereit auf. Wenn es sich um eine Chat-Nachricht oder eine E-Mail handelt, speichere sie in einem Dokument, damit du sie später wiederfinden kannst, wenn du dich wie ein Hochstapler fühlst.
      3. Werde dir bewusst, dass du kompetent bist – Du musst nicht nur diejenigen mit mehr Erfahrung um Hilfe bitten, sondern kannst auch denjenigen mit weniger Erfahrung mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auf diese Weise wird dir klar, wie viel du weißt und wozu du fähig bist.
      4. Erinnere dich daran, wo deine Stärken liegen – Schreibe auf, was du bereits gut machst und in welchen Bereichen du dich deiner Auffassung nach noch verbessern kannst.
      5. Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen – Wenn andere etwas erreicht haben, vergleiche deine Leistungen nicht mit ihren. Mach dir stattdessen bewusst, dass ihr beide etwas erreicht habt, und freue dich über eure Erfolge.
      6. Lerne, die Unvollkommenheit zu schätzen – Fortschritt ist besser als Perfektion. Du solltest immer danach streben, dein Bestes zu geben, aber lass nicht zu, dass das Verlangen, perfekt zu sein, deinen Fortschritt behindert Finde ein vernünftiges Gleichgewicht zwischen beidem, damit du deine Erfolge feiern kannst.
      7. Sprich mit einem Freund oder Mentor – Deine Freunde und Mentoren können dir helfen, deine Gefühle zu verstehen, dir versichern, dass sie normal und nicht irrational sind, und dich in deinem Wachstum und deinem Fortschritt bestärken.
      8. Wende dich an Fachleute für psychische Gesundheit – Ein Gespräch mit einem Therapeuten oder Psychologen kann dir helfen, das Gefühl, ein Hochstapler zu sein, zu überwinden.

 

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Trauma

Ein Trauma ist keine bewusste Entscheidung, sondern eine normale Überlebensreaktion unseres Gehirns und unseres limbischen Systems auf abnormale Situationen.

Was ist ein Trauma

Das Wort „Trauma“ kann viele verschiedene Erfahrungen umfassen. Es besteht jedoch Einigkeit darüber, dass ein Trauma eine oft unsichtbare Wunde ist, die Menschen emotional, psychologisch und physiologisch verletzt.

Ein Trauma ist eine erhebliche emotionale Reaktion auf das Erfahren, Sehen oder Erleben bestimmter bedrohlicher Ereignisse: Unfälle, Naturkatastrophen, verheerende Verluste, Krieg, systemischer Rassismus, anhaltende Angst und Stress in negativen Beziehungen oder toxische Arbeitsumgebungen (APA, CPA, NCPTSD). Ein Trauma kann auch künftige Generationen einer Familie oder Gruppe von Menschen betreffen; das wird dann als ein weitergegebenes (trans- oder intergenerationelles) Trauma bezeichnet.

Obwohl viele Menschen im Laufe ihres Lebens einige dieser Ereignisse durchmachen (in den USA 50 % der Männer und 60 % der Frauen), entwickelt nicht jede Person daraus eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Normalerweise entwickeln lediglich 8 % von den angegeben 50 % der Männer und 20 % von den 60 % der Frauen eine PTBS. Bei Menschen, die ein Trauma erlebt haben, halten die Symptome nach dem Ereignis (beunruhigende Gedanken, hartnäckige Bilder, ein starkes Gefühl der Bedrohung, ein Gefühl der emotionalen Betäubung und Reizbarkeit) länger als beabsichtigt an und beeinträchtigen ihre körperliche, geistige, emotionale und spirituelle Gesundheit und ihre Beziehungen.

Nach einem traumatischen Ereignis können sich Menschen betäubt oder desorientiert fühlen und nicht in der Lage sein, die Eindrücke, die sie erlebt haben, zu verarbeiten. Unser Gehirn reagiert auf das, was passiert ist, indem es in einen Alarmzustand versetzt wird (die Amygdala wird aktiviert), aber während dies geschieht, funktionieren unsere Gedächtnisspeicher und unser Erinnerungsvermögen (bekannt als Hippocampus) nicht so gut. Das kann zu einer Vielzahl von unerwünschten Gefühlen und Symptomen führen:

        1. Intensive oder unvorhersehbare Gefühle von Angst oder Wut – Gefühle von Unruhe, Nervosität, Überlastung oder sogar Trauer. Diese Symptome können auch zu erhöhter Reizbarkeit oder Launenhaftigkeit führen.
        2. Flashbacks und unerwünschte Erinnerungen an das Trauma – Nach dem Trauma können wiederholte und lebhafte Erinnerungen an das Ereignis auftreten. Diese Erinnerungen können ohne Grund auftreten und zu akuten körperlichen Reaktionen wie Herzrasen, Schweißausbrüchen oder sogar Panikattacken führen. Flashbacks können die Konzentration und die Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigen.
        3. Extreme Wachsamkeit in Bezug auf potenzielle Gefahren – Sirenen, laute Geräusche, brennende Gerüche oder andere Umwelteindrücke können Erinnerungen an die Katastrophe wecken und so die Angst verstärken. Diese „Auslöser“ können mit der Befürchtung einhergehen, dass sich das stressige Ereignis wiederholen wird.
        4. Negative Vorstellungen über andere Menschen und ihre Absichten – Das Misstrauen kann zu angespannten zwischenmenschlichen Beziehungen führen, weil man übermäßig vorsichtig ist und anderen nur schwer trauen kann. Es kann zu vermehrten Konflikten kommen, z. B. zu häufigeren Meinungsverschiedenheiten mit Familienmitgliedern und Arbeitskolleg:innen.
        5. Bemühungen, vermeintliche Gefahren zu vermeiden – Nach dem Ereignis können sich die betroffenen Personen zurückziehen, isolieren oder soziale Aktivitäten meiden.
        6. Negative Überzeugungen über sich selbst und die Rolle, die man bei dem Ereignis gespielt hat – Während man das Erlebte verdrängt, kann man sich von Schuldgefühlen und Schamgefühlen geplagt fühlen und sich oft die Schuld für die Folgen des Ereignisses geben.
        7. Dissoziative Symptome – Detachment (Distanzierung), Derealisation und Depersonalisation.
        8. Veränderungen des Schlafverhaltens – Albträume, Schlaflähmung, frühes Aufwachen.
        9. Körperliche Beschwerden – Es können Kopfschmerzen, Übelkeit und Schmerzen in der Brust auftreten, die möglicherweise ärztliche Hilfe erfordern. Vorerkrankungen könnten durch den Stress im Zusammenhang mit dem Trauma verschlechtert werden.

Stressreaktionen

Wenn wir einem Trauma ausgesetzt sind, schalten unser Verstand und unser Körper auf Überlebensmodus, aber das kann dazu führen, dass unser Alarmsystem (die Amygdala) für längere Zeit aktiviert bleibt. So kann es passieren, dass eine Person eine ständige Überlebensangst verspürt, die sich in vier Hauptkategorien einteilen lässt: Kampf, Flucht, Erstarrung und Unterwerfung („Fawn“).

        1. Kampf – Die Kampfreaktion ist ein Zustand der Selbsterhaltung um jeden Preis. In diesem Modus kann das Gefühl der Gefahr zu explosiver Wut, Aggression und emotionalen Ausbrüchen führen.
        2. Flucht – Die Fluchtreaktion kann durch überwältigende Gefühle von Panik und Angst charakterisiert werden, die dazu führen, dass man sich aufgrund der damit verbundenen übermäßigen Sorgen nicht entspannen kann. In diesem Zustand können Menschen das Gefühl haben, alles kontrollieren und perfekt sein zu müssen, was auch dazu führen kann, dass sie belastende Situationen verdrängen oder vermeiden.
        3. Erstarrung – Die Erstarrungsreaktion kann auftreten, wenn Menschen von dem Ausmaß der Belastung überwältigt werden, was dazu führen kann, dass sie sich vom gegenwärtigen Moment distanzieren. Menschen in diesem Zustand können das Bedürfnis haben, sich zu isolieren oder sich vor der Welt zu verstecken, sie können sich wie benebelt fühlen oder sie wissen nicht, wie sie mit belastenden Situationen umgehen sollen.
        4. Unterwerfung – Die Unterwerfungsreaktion tritt oft nach einem Trauma auf, das mit einer missbräuchlichen Situation zusammenhängt. Um sich in Sicherheit zu bringen, versuchen Menschen oft, anderen zu gefallen, weil sie Angst haben, wieder verletzt zu werden. Diese wenig hilfreiche Bewältigungsstrategie kann dazu führen, dass Menschen körperlich oder emotional ausgebeutet werden, wodurch sie möglicherweise retraumatisiert werden.

Auslöser

Einige der störendsten Traumasymptome sind Auslöser, die zu einer Reihe von Folgesymptomen führen können. Auslöser sind unglaublich aufdringlich, denn viele Menschen sind sich ihrer Auslöser gar nicht bewusst. Der menschliche Körper versucht, sich selbst zu schützen, was dazu führt, dass er automatisch auf alle Anzeichen einer möglichen Gefahr reagiert. Das Gehirn ist sehr gut im Erkennen von Mustern und kann leicht von vielen Faktoren beeinflusst werden, was die Wahrscheinlichkeit einer Reaktion auf einen Auslöser erhöht.

Ein Auslöser ist nicht die Erinnerung daran, wann wir in Gefahr waren, sondern ein plötzliches und überwältigendes Gefühl, in unmittelbarer Gefahr zu sein, und das Bedürfnis, entsprechend zu reagieren, um in Sicherheit zu kommen. Wenn eine Reaktion auf einen Auslöser auftritt, können Menschen eine Vielzahl von Symptomen verspüren, die kaskadenartig auftreten:

      • Unruhe/Angst
      • Erhöhter Puls
      • Magenverstimmung
      • Kurzatmigkeit/Hyperventilation
      • Zwangsgedanken
      • Schnelle und unverhältnismäßige Reaktionen auf Ereignisse
      • Unbehagen
      • Hypertonie, Bluthochdruck
      • Muskelverspannungen, Zuckungen, Tics
      • Eine Vielzahl von unguten Gedanken

 

Posttraumatisches Wachstum und Belastbarkeit

Obwohl viele Menschen in ihrem Leben ein traumatisches Ereignis erleben, leidet nicht jeder unter PTBS. Selbst bei einer PTBS-Diagnose gehört das Überleben zum Narrativ der Erfahrung. Ein Trauma zu erleiden ist nicht gleichbedeutend damit, unvollkommen oder schwach zu sein. Ein Trauma ist ein sehr effektives Sicherheits- und Überlebensinstrument, das auch als Sprungbrett genutzt werden kann, um Resilienz zu entwickeln und zu fördern. Mit Unterstützung und Behandlung sind Menschen nicht nur in der Lage, sich zu erholen und zu überleben, sondern sie können auch in ihrem Leben erfolgreich sein. Posttraumatisches Wachstum (Posttraumatic Growth, PTG) ist eine Theorie, die besagt, dass Menschen über ihr Trauma hinauswachsen können, indem sie neue Fähigkeiten erwerben und Aspekte von sich selbst nach dem Trauma kennenlernen.

 

Resilienz aufbauen

Wir werden im Laufe unseres Lebens Widrigkeiten, schwierigen Prüfungen und Momenten ausgesetzt, die unsere Stärke auf die Probe stellen. Das sind die Zeiten, in denen jeder seine Resilienz unter Beweis stellen und zeigen kann, dass er in der Lage ist, die Richtung zu ändern, sich körperlich und psychisch zu heilen und etwas in seinem Leben und dem anderer Menschen zu bewirken. Resilienz ist nicht die Fähigkeit, alles auszuhalten, was auf uns zukommt, sondern die Fähigkeit, flexibel zu sein und sich unseren Bedürfnissen anzupassen, um eine schwierige Zeit zu überstehen.

Das Konzept der Resilienz wird zwar immer noch erforscht und überprüft, aber es gibt einige Dinge, die du tun kannst, um deine Resilienz zu erhöhen:

Misserfolg als Feedback

Ein Misserfolg bedeutet nicht zwangsläufig das Aus. Er kann der Beginn eines neuen Weges sein, der uns in eine erfolgreiche Zukunft führen kann. Wir können die Lehren, die wir aus dem Misserfolg gezogen haben, und das Feedback, das wir von anderen erhalten haben, nutzen, um stärker zu werden.

Selbstkontrolle

Wir selbst sind unser größter Verbündeter, auch wenn wir unter extremen Emotionen stehen, uns in hektischen Situationen befinden oder aufgeregt sind. Wenn du gestresst bist und denkst, dass du nichts tun kannst, können diese Tipps dir dabei helfen, deine Gefühle und Reaktionen auf das, was um dich herum passiert, zu kontrollieren:

        1. Werde dir deiner Gefühle bewusst – Benenne wenn möglich deine Emotionen. Erkenne sie und nutze sie als Stärke, nicht als Schwäche.
        2. Akzeptiere sie – Versuche zu akzeptieren, dass es in Ordnung ist, besorgt oder ängstlich zu sein. Unsere Gefühle machen uns zu dem, was wir sind, aber sie können uns auch stärker machen.
        3. Atmen – Vergiss nicht, tief durchzuatmen. Gönne dir einen kurzen Moment, um bewusst zu atmen und dich zu sammeln, damit du auf die Dinge angemessen reagieren kannst.

Vertraue auf deinen Einsatztrupp

In besonders stressigen Momenten kann es hilfreich sein, zu wissen, dass wir ein großartiges Team hinter uns haben, das bereit ist, uns zu helfen. Der Glaube und das Vertrauen in das Team, das uns zur Seite steht, hilft uns, resilienter zu sein und weiterzumachen.

Resilienz kann dabei helfen, verschiedene psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände abzuwehren und zu bewältigen. Resilienz kann auch dazu beitragen, Faktoren auszugleichen, die das Risiko für psychische Erkrankungen erhöhen, wie zum Beispiel Mobbing oder frühere Traumata. Resilienz kann deine Bewältigungsfähigkeit erheblich verbessern, wenn du an einer psychischen Erkrankung leidest.

 

Wo du Hilfe findest

Ein Trauma ist sehr komplex und es ist wichtig, dass du Hilfe suchst, wenn deine Symptome stärker werden. Wenn du ein Trauma bewältigen musst, ist es wichtig, eine Fachkraft zu finden, die sich mit Traumatherapie auskennt.

Traumatherapie befasst sich mit:

      • Die weitreichenden Auswirkungen von Traumata erkennen und die Wege zur Genesung verstehen
      • Die Anzeichen und Symptome eines Traumas bei Patienten, Familien und Mitarbeitern erkennen
      • Einbeziehen von Wissen über Trauma in Politik, Verfahren und Praktiken
      • Aktives Vermeiden von allem, was erneut ein Trauma auslösen könnte

Um einen Therapeuten oder eine Therapeutin zu finden, stehen dir folgende Ressourcen zur Verfügung:

Wenn du in den USA Hilfe brauchst, rufe bitte unter 988 an oder schicke an diese Nummer eine SMS oder chatte hier live. Falls du außerhalb der USA lebst, dann besuche bitte unsere International-Rubrik unter Suizidprävention.

Wenn du dir schwere Verletzungen zugefügt hast oder glaubst, dass du dir etwas antun könntest, wähle bitte die folgenden Telefonnummern:

  • USA, Kanada und Mexiko: 911
  • Vereinigtes Königreich und Irland: 999 und 112
  • Australien: 000 und 112
  • Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Südkorea, Polen, Russland und weitere Länder: 112
  • Deaf Crisis Line (Krisentelefon für Gehörlose, USA): 711 oder 988321-800-3323; Bildtelefon: 573-303-5604; schicke eine SMS mit dem Text HAND an 839863

 

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